Vietnam (International Christian Concern) — Christliche Montagnard-Gemeinschaften im zentralen Hochland Vietnams sind diese Woche alarmiert, nachdem mindestens sechs Gemeindemitglieder Vorladungen erhalten haben, sich am Mittwoch bei Regierungsbehörden zu melden.
Obwohl solche Vorladungen an der Tagesordnung sind und als Einschüchterungstaktik gegen diejenigen dienen, die sich weigern, staatlich anerkannten „Kirchen“ beizutreten, ist es ungewöhnlich, dass vier der Vorladungen an Frauen gerichtet waren. Regierungsbeamte zielen normalerweise auf christliche Männer ab.
Vietnamesische Beamte verfolgen Christen, die außerhalb der staatlich genehmigten Kirchen beten, welche lediglich als hohle Sprachrohre der Regierung fungieren. Während die sozialistische Regierung Vietnams den Rahmen vorgibt, können lokale Beamte die Religionsausübung willkürlich einschränken und Christen durch Missbrauch, Einschüchterung und Belästigung schädigen.
Die Regierung nimmt seit langem ethnische Minderheiten ins Visier, darunter Christen montagnardischer und Hmong-Abstammung, da sie diese als politische und religiöse Bedrohung wahrnimmt. Staatlich kontrollierte religiöse Gruppen geben der Regierung die vollständige Kontrolle über religiöse Aktivitäten und üben Druck auf unabhängige Kirchen aus, sich anzuschließen oder Bestrafungen zu riskieren. Ähnlich wie in China drängen staatlich geförderte Kirchen ihre Mitglieder dazu, Regierungsführer quasi vor Christus zu verehren.
Die Behörden haben diesen Herbst die Überwachung von Christen in nicht registrierten Hauskirchen verstärkt, nachdem einige von ihnen am 22. August den Internationalen Tag zum Gedenken an die Opfer von Gewalt aufgrund von Religion oder Weltanschauung begangen hatten. Diese Gläubigen weigerten sich zudem, der staatlichen Evangelischen Kirche von Vietnam-Süd beizutreten, wie BPSOS (Boat People SOS) in einem Schreiben an den Sonderberichterstatter für Religions- und Weltanschauungsfreiheit beim Büro des Hohen Kommissars für Menschenrechte in Genf, Schweiz, mitteilte. Die Polizei suchte etwa 10 Pastoren und Evangelisten auf, die mit der internationalen Gedenkveranstaltung in Verbindung standen, und verhörte sie.
Im Dezember 2024 erfuhr International Christian Concern (ICC), dass christliche Dorfbewohner im zentralen Hochland verhaftet wurden, weil sie sich auf die Feier von Weihnachten vorbereiteten und in nicht staatlich genehmigten Kirchen beteten. Führungspersonen in einer Handvoll Dörfer wurden zu einem Treffen mit lokalen Beamten eingeladen und gewarnt, dass sie verhaftet würden, wenn sie Weihnachten feierten, Vorbereitungen für das Weihnachtsfest träfen oder nicht sanktionierte Kirchen besuchten.
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Der Beitrag Christliche Frauen unter denjenigen, die in Vietnam zu Treffen mit Beamten vorgeladen wurden erschien zuerst auf International Christian Concern.
