Gebetskundgebung protestiert gegen Wiener Ausstellung, die einen ‚gekreuzigten Frosch und eine Transgender-Maria‘ zeigt





Offizieller Auftritt der Ausstellung in Wien von der Website des Wiener Künstlerhauses. / Bildnachweis: Website des Wiener Künstlerhauses

CNA Deutsch, 12. Dez. 2025 / 10:11 Uhr (CNA).

Am 8. Dezember, dem Hochfest der Unbefleckten Empfängnis, fand vor dem Wiener Künstlerhaus, einem Kulturzentrum für Kunstschaffende, eine Gebetskundgebung gegen eine Ausstellung mit dem Titel „Du sollst dir ein Bild machen“ statt.

Die Organisatoren der Gebetskundgebung erklärten, die Schau, die unter anderem einen gekreuzigten Frosch und eine Darstellung der Jungfrau Maria als Transgender-Frau umfasst, sei ein Angriff auf den katholischen Glauben.

Organisiert von der Österreichischen Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum (TFP), die an der Rosenkranzkundgebung nahmen Teilnehmer teil, die Plakate trugen und ein sofortiges Ende der Blasphemie forderten.

Die Demonstranten erklärten, die Ausstellung treffe „ins Herz des katholischen Glaubens mit abscheulichen Darstellungen, darunter ein gekreuzigter grüner Frosch, der unseren Herrn verspottet, ein bärtiger Mann, der als Muttergottes gekleidet ein Kind hält, eine nackte Parodie der Pietà“.

Die österreichische TFP startete zudem eine Online-Petition, die die sofortige Schließung der Ausstellung fordert und Unterschriften aus Österreich und dem Ausland sammelt, unterstützt von der American TFP.

Kritik vom Kurator zurückgewiesen

Die Leitung des Künstlerhauses verteidigte die Ausstellung gegen Forderungen nach ihrer Schließung, wies die Kritik zurück und berief sich auf den rechtlichen Schutz der Kunstfreiheit.

Günther Oberhollenzer, künstlerischer Leiter und Kurator der Ausstellung, sowie Tanja Prušnik, Präsidentin der Künstlerhaus Vereinigung, erklärten in der Stellungnahme vom 2. Dezember: „Wir lehnen die Schließungsforderungen sowie alle kunstfeindlichen Äußerungen in diesem Zusammenhang entschieden ab. In Österreich ist die Freiheit der Kunst ein verfassungsrechtlich geschütztes Grundprinzip, das die demokratische Kultur prägt, kritische gesellschaftliche Reflexion ermöglicht und vom Staat aktiv gefördert wird.“

Oberhollenzer und Prušnik betonten zudem, dass die Ausstellung nicht darauf abziele, religiöse Gefühle zu verletzen.

„Wir respektieren, dass Menschen sich durch Kunstwerke irritiert oder gar beleidigt fühlen können. Ob ein Kunstwerk provokant ist, liegt oft im Auge des Betrachters. Viele Besucher, darunter Christen und hochrangige katholische Geistliche, waren von der Ausstellung sehr beeindruckt, und es gab wiederholt harmonische, tiefgründige Diskussionen und Gespräche auf Augenhöhe.“

Bischof Hermann Glettler von Innsbruck lobte die umstrittene Ausstellung und bezeichnete sie als „Zeugnis für das endlose Ringen, dem Geheimnis Gottes, der sich in eine verwundete Welt eingeschrieben hat, irgendwie gerecht zu werden.“

Der österreichische Prälat erwähnte in seiner Stellungnahme ausdrücklich den „gekreuzigten Frosch“ und andere in Wien ausgestellte Werke. on Instagram.

Papst Benedikt XVI. intervenierte 2008

Bereits 2008 sorgte das „crucified frog“ für internationale Kontroversen, als es in Bozen in der norditalienischen Region Südtirol ausgestellt wurde. Damals intervenierte unter anderem Papst Benedikt XVI. in die Debatte.

In einem Brief an Franz Pahl, den Präsidenten des Südtiroler Landtages, schrieb der aus Bayern stammende Pontifex damals, dass das Werk die religiösen Gefühle vieler Menschen verletze, „die im Kreuz ein Symbol der Liebe Gottes und unseres Heils sehen, das Anerkennung und religiöse Verehrung verlangt.“

Trotz dieser Worte des Papstes entschied das Museum damals, das Exponat beizubehalten, das nun in Wien erneut zu sehen ist.

Dieser Artikel wurde zuerst veröffentlicht von CNA Deutsch, dem deutschsprachigen Nachrichtenpartner von CNA, und wurde für CNA übersetzt und angepasst.

https://www.catholicnewsagency.com/news/268431/prayer-rally-protests-vienna-exhibition-depicting-crucified-frog-and-transgender-mary



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