Hl. Engelbert von Köln




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Hl. Engelbert von Köln

Gedenktag: 07. Nov.

Der heilige Engelbert wurde um das Jahr 1185 in Berg als Sohn von Engelbert, Graf von Berg, und Margarethe, der Tochter des Grafen von Geldern, geboren. Er studierte an der Domschule in Köln und wurde noch als Knabe zum Propst der Kirchen St. Georg und St. Severin in Köln sowie St. Marien in Aachen ernannt, da es damals ein verbreiteter Missbrauch in der Kirche war, Kinder von Adligen mit solchen Ämtern zu betrauen.

Im Jahr 1199 wurde er zum Propst des Kölner Doms gewählt. Er führte ein weltliches Leben und ergriff im Konflikt zwischen den beiden Erzbischöfen Adolf und Bruno Partei für seinen Cousin Adolf, für den er auch in den Krieg zog. Infolgedessen wurde er zusammen mit seinem Cousin vom Papst exkommuniziert. Nach seiner Unterwerfung wurde er 1208 wieder eingesetzt und schloss sich 1212 zur Sühne für seine Sünden dem Kreuzzug gegen die Albigenser an. Am 29. Februar 1216 wählte ihn das Domkapitel einstimmig zum Erzbischof.

Während seiner Zeit als Erzbischof ließen sich die Bettelorden der Franziskaner und Dominikaner in seinem Herrschaftsgebiet nieder. Er war den Klöstern wohlgesinnt und drängte auf eine strenge religiöse Observanz in ihnen. Kirchliche Angelegenheiten wurden auf Provinzialsynoden geregelt. Er galt als Freund des Klerus und Helfer der Armen.

Engelbert übte einen starken Einfluss auf die Angelegenheiten des Reiches aus. Kaiser Friedrich II., der seinen Wohnsitz dauerhaft nach Sizilien verlegt hatte, übergab Deutschland seinem Sohn Heinrich VII., der damals noch minderjährig war, und ernannte Engelbert 1221 zum Vormund des Königs und Verwalter des Reiches. Als der junge König das zwölfte Lebensjahr erreichte, wurde er in Aachen von Engelbert gekrönt, der ihn wie seinen eigenen Sohn liebte und ihn als seinen Souverän ehrte. Engelbert wachte über die Erziehung des jungen Königs und regierte das Reich in seinem Namen, wobei er stets darauf bedacht war, den Frieden innerhalb und außerhalb des Reiches zu sichern.

Engelberts Pflichtbewusstsein sowie sein Gehorsam gegenüber dem Papst und dem Kaiser wurden schließlich zu seinem Verhängnis. Viele Adlige fürchteten ihn mehr, als dass sie ihn liebten, und er sah sich gezwungen, sich mit Leibwächtern zu umgeben. Die größte Gefahr ging von seinen Verwandten aus.

Sein Cousin, Graf Friedrich von Isenberg, der weltliche Verwalter der Essener Stiftsdamen, hatte das Stift schwer bedrängt. Honorius III. und der Kaiser drängten Engelbert, die Nonnen und ihre Rechte zu schützen. Friedrich wollte dem Erzbischof zuvorkommen, und seine Frau stiftete ihn zum Mord an. Am 7. November 1225, als er auf der Reise von Soest nach Schwelm war, um eine Kirche zu weihen, wurde Engelbert an einem dunklen Abend von Friedrich und seinen Komplizen überfallen, am Oberschenkel verwundet, vom Pferd gerissen und getötet. Sein Körper war mit siebenundvierzig Wunden übersät. Er wurde auf einen Dungkarren gelegt und vier Tage später nach Köln gebracht. König Heinrich weinte bitterlich über die sterblichen Überreste, belegte Friedrich mit der Reichsacht und ließ ihn ein Jahr später in Köln rädern. Friedrich starb reumütig, nachdem er seine Schuld anerkannt und bekannt hatte.

Engelberts Leichnam wurde am 24. Februar 1226 von Kardinal Konrad von Urach im alten Kölner Dom beigesetzt. Letzterer erklärte ihn auch zum Märtyrer, obwohl eine formelle Heiligsprechung nicht stattfand. Im Martyrologium wird Engelbert am 7. November als Märtyrer gedacht. An seinem Sterbeort wurde ein Nonnenkloster errichtet.

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