Der ausgeschlossene Bischof der Priesterbruderschaft St. Pius X., Richard Williamson, ist im Alter von 84 Jahren gestorben




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Der ehemalige englische Bischof Richard Williamson. / Bildnachweis: Joshuarodri, CC0, via Wikimedia Commons

Vatikanstadt, 30. Jan. 2025 / 14:00 Uhr (CNA).

Bischof Richard Williamson, ein ehemaliger englischer Bischof der Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX), ist am Mittwoch im Alter von 84 Jahren nach einer Gehirnblutung verstorben.

Die Priesterbruderschaft St. Pius X. gab den Tod des ehemaligen Bischofs am Donnerstagmorgen auf ihrer Website bekannt. Williamsons Büro teilte dem Catholic Herald per E-Mail mit: „Er war umgeben von Klerikern und Gläubigen, die mit ihm die Totenwache für seine letzte Reise hielten … Sie beteten bis zum Schluss.“

Williamson wurde 1940 in London geboren und gehörte der Church of England an, bevor er 1971 in die katholische Kirche aufgenommen wurde. Kurz nach seinem Übertritt zum Katholizismus schloss er sich der von Erzbischof Marcel Lefebvre gegründeten traditionalistischen katholischen Bewegung an und trat in das Priesterseminar der FSSPX in der Schweiz ein.

Lefebvre weihte Williamson 1976 zum katholischen Priester und spendete ihm sowie drei weiteren Priestern – Bernard Fellay, Bernard Tissier de Mallerais und Alfonso de Galarreta – 1988 ohne die Erlaubnis des Vatikans die Bischofsweihe.

In der Folge wurden Lefebvre, Williamson, Fellay, Tissier de Mallerais und de Galarreta nach den unerlaubten Weihen von 1988 aus der katholischen Kirche exkommuniziert. 

Im Jahr 2009 hob Papst Benedikt XVI. die Exkommunikation der FSSPX-Mitglieder auf, in der Hoffnung auf eine Versöhnung mit der schismatischen traditionalistischen Gruppe, die sich entschieden gegen das Zweite Vatikanische Konzil und die liturgischen Reformen der Sakramente der Kirche stellte. 

Williamsons öffentliches Leugnen des Holocaust wurde zu einem zusätzlichen Hindernis für die volle Gemeinschaft mit der katholischen Kirche sowie zu einer Quelle tiefer Spannungen innerhalb der FSSPX.

Nach einem Fernsehinterview im Jahr 2009, in dem Williamson seinen Unglauben darüber äußerte, dass Juden in den Gaskammern der nationalsozialistischen Vernichtungslager getötet wurden, ergriff die FSSPX Maßnahmen und enthob ihn seines Amtes als Leiter des Priesterseminars der Bruderschaft in Argentinien.  

Williamson wurde schließlich 2012 wegen Ungehorsams aus der Bruderschaft ausgeschlossen, nachdem er in Brasilien Firmungen ohne die Erlaubnis seines Oberen vorgenommen hatte.  

Vor seinem Ausschluss aus der FSSPX, während er in Südamerika pastorale Dienste leistete, hatte Williamson Lehrtätigkeiten an den Priesterseminaren der Bruderschaft in den USA und in Europa inne und diente von 1988 bis 1994 als zweiter Generalassistent der Bruderschaft. 

„Leider haben sich sein Weg und der der Bruderschaft schon vor vielen Jahren getrennt“, heißt es in der Erklärung der FSSPX vom 30. Januar. „Wir empfehlen die ewige Ruhe seiner Seele euren inbrünstigen Gebeten.“

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