24 beste Bibelverse darüber, niemals aufzugeben





Kategorie 1: Die göttliche Quelle unserer Kraft

Diese Verse erinnern uns daran, dass unsere Ausdauer nicht aus uns selbst kommt, sondern ein Geschenk eines Gottes ist, der niemals wankt.

Jesaja 40,31

„aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.“

Reflektion: Dieser Abschnitt zeichnet ein wunderschönes Bild übernatürlicher Verjüngung. Er spricht die tiefe Müdigkeit des menschlichen Geistes an. Achten Sie auf den Fortschritt: vom Fliegen über das Laufen bis hin zum einfachen Gehen. Es ist eine ehrliche Darstellung des geistlichen Lebens. Manchmal fliegen wir, aber oft liegt der Sieg darin, einfach einen Fuß vor den anderen zu setzen, ohne zusammenzubrechen. Hier geht es nicht darum, unsere eigene Kraft aufzubringen, sondern um die transformative Kraft des „Wartens“ auf Gott – eine aktive, vertrauensvolle Abhängigkeit, die eine göttliche Energiequelle erschließt, wenn unsere eigene völlig erschöpft ist.

Philipper 4,13

„Ich vermag alles durch den, der mich kräftigt.“

Reflektion: Dies ist vielleicht der berühmteste Vers zu diesem Thema, wird aber oft als Blankoscheck für jeglichen Ehrgeiz missverstanden. Im Kontext spricht Paulus davon, sowohl Überfluss als auch extreme Not zu ertragen. Dies ist ein Vers über Zufriedenheit und Resilienz. Es ist die Bestätigung, dass der menschliche Geist, wenn er von der Gegenwart Christi durchdrungen ist, eine tiefe Fähigkeit entwickelt, sich anzupassen und durchzuhalten. Er versichert uns, dass kein Umstand – ob Armut oder Reichtum, Leid oder Freude – die Macht hat, uns zu brechen, weil unsere grundlegende Stabilität nicht intern oder extern ist, sondern in der Beziehung zu Gott liegt.

Josua 1,9

„Habe ich dir nicht geboten: Sei getrost und unverzagt? Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der Herr, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tust.“

Reflektion: Dies ist ein Gebot, aber es wurzelt in einer Verheißung. Der Aufruf, „stark und mutig“ zu sein, ist kein Aufruf, Angst zu unterdrücken, sondern trotz ihr zu handeln. Der emotionale Kern dieses Verses ist das Gegenmittel zur Angst: die göttliche Gegenwart. Die Angst vor dem Scheitern, vor dem Unbekannten, davor, überwältigt zu werden – das sind mächtige Demotivatoren. Der Vers spricht direkt die innere Welt der Angst und Bestürzung an und reguliert uns emotional, indem er unsere Herzen daran erinnert, dass wir in unseren Kämpfen niemals wirklich allein sind. Der erforderliche Mut ist der Mut, an Seine Gegenwart zu glauben.

5. Mose 31,6

„Sei getrost und unverzagt! Fürchte dich nicht und lass dich nicht erschrecken; denn der Herr, dein Gott, ist mit dir, wohin du auch gehst. Er wird dich nicht verlassen und nicht versäumen.“

Reflektion: Dieser Vers baut auf dem Thema der Gegenwart Gottes auf, indem er die Verheißung Seiner unerschütterlichen Treue hinzufügt. Die Angst, die wir empfinden, wenn wir vor überwältigenden Hindernissen stehen, ist oft mit einer tiefsitzenden Angst vor dem Verlassenwerden verbunden. Diese Verheißung trifft den Kern dieser Urangst. Zu wissen, im tiefsten Inneren seines Wesens, dass man nicht verlassen oder im Stich gelassen wird, bietet eine sichere Basis, um jeder Herausforderung zu begegnen. Es baut eine heilige Resilienz auf, die es dem Herzen ermöglicht, standhaft zu bleiben, weil seine ultimative Sicherheit nicht im Ergebnis liegt, sondern in der unerschütterlichen Gemeinschaft mit Gott.

Jesaja 41,10

„Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott; ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich mit der rechten Hand meiner Gerechtigkeit.“

Reflektion: Dies ist eine der zärtlichsten und umfassendsten Verheißungen göttlicher Unterstützung in der Heiligen Schrift. Sie spricht unsere Angst, unsere Bestürzung und unsere Schwäche auf drei verschiedene und tröstliche Weise an. „Ich werde dich stärken“ spricht unsere innere Erschöpfung an. „Ich werde dir helfen“ spricht unsere äußere Aufgabe an. „Ich werde dich stützen“ spricht unsere Momente des völligen Zusammenbruchs an, wenn wir nicht einmal mehr stehen können. Es ist eine Verheißung, die jede Dimension unseres Kampfes abdeckt und unsere Herzen versichert, dass Gottes Eingreifen nicht passiv, sondern aktiv, persönlich und allumfassend ist.

Nehemia 8,10b

„Und seid nicht betrübt, denn die Freude am HERRN ist eure Stärke.“

Reflektion: Dies ist eine atemberaubende Neudefinition dessen, was Stärke ausmacht. Wir denken bei Stärke oft an Mumm, Härte oder einen eisernen Willen. Dieser Vers schlägt etwas Radikales vor: Unsere Stärke ist eine
Freude die man in Gott findet. Dies ist kein flüchtiges Glück, das auf Umständen basiert, sondern eine tiefe, bleibende Freude, die in der Erkenntnis von Gottes Wesen, Seiner Erlösung und Seiner Liebe verwurzelt ist. Diese Freude wirkt wie ein geistlicher und emotionaler Treibstoff, der es uns ermöglicht, trotz der Schwierigkeiten nicht mit einem gequälten Gesichtsausdruck, sondern mit einem Gefühl von tiefem Sinn und sogar Freude durchzuhalten.


Kategorie 2: Der charakterbildende Zweck der Ausdauer

Diese Verse ordnen unsere Kämpfe neu ein, nicht als sinnloses Leiden, sondern als genau den Prozess, durch den Gott unseren Charakter formt.

Römer 5,3-4

„Nicht nur das, sondern wir rühmen uns auch unserer Leiden, da wir wissen, dass Leiden Ausdauer bewirkt, und Ausdauer bewirkt Charakter, und Charakter bewirkt Hoffnung.“

Reflektion: Dieser Abschnitt skizziert einen göttlichen Reifungsprozess. Er bewegt sich kontraintuitiv von einem Negativen (Leiden) zu einem tiefgreifenden Positiven (Hoffnung). Er sagt uns, dass der Schmerz, den wir erleben, nicht sinnlos ist; er ist ein Rohmaterial, das Gott benutzt, um etwas Schönes in uns zu schmieden. Ausdauer ist nicht nur „da durchkommen“; es ist eine entwickelte Fähigkeit. Diese Ausdauer schmiedet dann „Charakter“ – eine bewährte, erprobte Integrität. Und aus diesem erprobten Charakter wird eine widerstandsfähige und authentische Hoffnung geboren. Es verleiht unserem Schmerz eine immense Bedeutung und verändert unsere Perspektive darauf, was es bedeutet, gut zu kämpfen.

Jakobus 1,2-4

„Meine lieben Brüder, achtet es für eitel Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen fallt, und wisst, dass euer Glaube, wenn er bewährt ist, Geduld wirkt. Die Geduld aber soll ihr Werk tun bis ans Ende, damit ihr vollkommen und unversehrt seid und kein Mangel an euch sei.“

Reflektion: Es fühlt sich emotional widersprüchlich an, inmitten von Prüfungen „alles für Freude zu halten“, doch es ist eine kraftvolle Einladung, unseren kognitiven Rahmen zu verschieben. Es ist kein Aufruf, den Schmerz zu genießen, sondern Freude zu finden in dem Zweck hinter dem Schmerz. „Die Prüfung eures Glaubens“ ist der Schlüssel. Diese Prüfungen sind keine zufälligen Angriffe; sie sind ein göttlicher Schmelztiegel, der dazu bestimmt ist, „Standhaftigkeit“ zu erzeugen – einen stabilen, unerschütterlichen inneren Kern. Das ultimative Ziel ist unsere Ganzheit, unsere Reife. Dieser Vers hilft uns, unsere Kämpfe nicht als Unterbrechungen unseres Wachstums zu sehen, sondern als den wesentlichen Lehrplan dafür.

2. Korinther 4,8-9

„Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht; uns ist bange, aber wir verzagen nicht; wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen; wir werden unterdrückt, aber wir kommen nicht um.“

Reflektion: Dies ist die Sprache von tiefem Realismus und trotziger Hoffnung. Sie gibt uns die Erlaubnis, das volle Gewicht unserer Kämpfe anzuerkennen – die Bedrängnis, die Verwirrung, den Schmerz. Sie bestätigt das Gefühl, „niedergeschlagen“ zu sein. Doch in jedem Satz zieht sie eine Grenze, die die Bedrängnis nicht überschreiten kann. Wir sind nicht zerschmettert, nicht verzweifelt, nicht verlassen, nicht zerstört. Diese Unterscheidung wird durch eine geistliche Realität ermöglicht, die neben unserer emotionalen und physischen Realität existiert. Sie lehrt die Seele, dass sie tief verwundet sein und dennoch geistlich intakt und letztlich unbesiegt bleiben kann.

Sprüche 24,16

„denn der Gerechte fällt siebenmal und steht wieder auf, aber die Gottlosen stürzen im Unglück.“

Reflektion: Dieser Vers bietet eine kraftvolle Definition von Gerechtigkeit, die in Resilienz verwurzelt ist. Es geht nicht darum, niemals zu fallen – es geht darum, wieder aufzustehen. Er normalisiert das Scheitern als Teil des Weges der Gläubigen. Die Zahl „sieben“ ist symbolisch und impliziert Vollständigkeit; wir fallen immer wieder. Dies nimmt die Scham und die moralische Lähmung, die mit einem Stolpern einhergehen können. Das wahre Scheitern, so impliziert es, ist nicht der Fall, sondern die Weigerung aufzustehen. Es ist ein tiefer Trost für das Herz, das das Gefühl hat, ein Mal zu oft gescheitert zu sein.

Psalm 37,23-24

„Vom HERRN werden die Schritte des Mannes gefestigt, wenn er Gefallen an seinem Weg hat; wenn er fällt, so wird er nicht hingestreckt, denn der HERR stützt seine Hand.“

Reflektion: Hier sehen wir ein schönes Zusammenspiel zwischen menschlicher Anstrengung und göttlicher Unterstützung. Der Herr festigt unsere Schritte, aber Er verhindert nicht jeden Fall. Der Vers normalisiert das Stolpern als Teil eines göttlich geführten Weges. Die entscheidende Verheißung ist, dass der Fall kein „hingestreckter“ oder katastrophaler sein wird. Warum? Weil der Herr unsere Hand hält. Dieses Bild ist unglaublich intim. Es spricht von einer elterlichen Fürsorge, die die aufgeschürften Knie des Lernens und Wachsens zulässt, aber die Art von Fall verhindert, die uns dauerhaft aus der Reise nehmen würde. Es baut Vertrauen inmitten unserer eigenen Instabilität auf.

1. Petrus 5,10

„Der Gott aller Gnade aber, der euch berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus Jesus, der wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, aufrichten, stärken, kräftigen, gründen.“

Reflektion: Dieser Vers erkennt die Realität des Leidens an, während er es als vorübergehend einrahmt – „eine kleine Weile“ aus der Perspektive der Ewigkeit. Der Fokus verschiebt sich dann auf vier kraftvolle Handlungen, die Gott sich selbst vollbringen wird. Er wird das, was zerbrochen war, „wiederherstellen“, deinen wankenden Glauben „bestätigen“, deinen erschöpften Geist „stärken“ und dich auf einem neuen, soliden Fundament „gründen“. Das ist nichts, was wir tun, sondern etwas, das an zu uns durch den „Gott aller Gnade“ getan wird. Es erlaubt der müden Seele, in dem Wissen zu ruhen, dass ihre endgültige Wiederherstellung in Gottes fähigen Händen liegt.


Kategorie 3: Der Aufruf, mit einer ewigen Perspektive auszuharren

Diese Gruppe von Versen hebt unseren Blick vom unmittelbaren Kampf auf das ultimative Ziel und liefert die Motivation, weiterzumachen.

Galater 6,9

„Lasst uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht nachlassen.“

Reflektion: Dieser Vers spricht direkt die Erschöpfung der Seele an, die moralische Müdigkeit, die sich einstellen kann, wenn unsere Bemühungen keine Früchte zu tragen scheinen. Er bestätigt unsere Müdigkeit und erkennt sie als einen realen Teil der Reise an. Dennoch lenkt er unseren emotionalen Blick von der Unfruchtbarkeit des heute auf die Gewissheit einer zukünftigen Ernte. Dies ist kein einfacher Befehl, „sich mehr anzustrengen“, sondern eine Einladung, auf ein göttliches landwirtschaftliches Prinzip zu vertrauen: dass Samen der Treue, selbst mit müden Händen gesät, übernatürlich garantiert wachsen werden. Er rahmt Ausdauer als einen Akt des Glaubens an eine kommende Zeit der Belohnung neu ein.

Hebräer 12,1-2

„Da wir also von einer so großen Wolke von Zeugen umgeben sind, lasst uns auch jede Last ablegen und die Sünde, die uns so fest umschlingt, und lasst uns mit Ausdauer den Lauf rennen, der uns vorgegeben ist, indem wir auf Jesus schauen, den Anfänger und Vollender unseres Glaubens…“

Reflektion: Dies ist der Inbegriff eines Verses für die lange Reise des Glaubens. Er verwendet die Metapher eines Marathons. Die „große Wolke von Zeugen“ – diejenigen, die das Rennen vor uns gelaufen sind – bietet ein Gefühl von Gemeinschaft und geteiltem Kampf und bekämpft die Isolation, die oft mit Not einhergeht. Er ruft zu einer ehrlichen Selbsteinschätzung auf, „jede Last abzulegen“, und erkennt die inneren Bürden, die wir tragen und die das Rennen erschweren. Am wichtigsten ist, dass er uns einen einzigen, unerschütterlichen Brennpunkt gibt: Jesus. Indem wir auf Ihn schauen, finden wir sowohl das Vorbild für Ausdauer als auch die Quelle unserer Kraft, um das Ziel zu erreichen.

2. Korinther 4,16-17

„Deshalb werden wir nicht mutlos. Auch wenn unser äußerer Mensch verfällt, wird unser innerer Mensch von Tag zu Tag erneuert. Denn diese leichte, vorübergehende Bedrängnis bereitet uns ein ewiges Gewicht an Herrlichkeit, das alles übersteigt.“

Reflektion: Dieser Abschnitt präsentiert eine tiefgreifende Kosten-Nutzen-Analyse für die Seele. Er gibt ehrlich den Verfall unseres „äußeren Menschen“ zu – unsere Körper, unsere Energie, unsere zeitlichen Ressourcen. Aber er stellt dies der täglichen Erneuerung unseres „inneren Menschen“ gegenüber. Dann rahmt er unser Leiden neu ein. Im großen Maßstab der Ewigkeit werden unsere schwersten Lasten als „leicht und vorübergehend“ bezeichnet. Dies soll unseren Schmerz nicht kleinreden, sondern ihm einen Kontext geben, der verhindert, dass er uns verzehrt. Unsere Bedrängnis ist nicht nur etwas, das ertragen werden muss; sie ist aktiv dabei, uns vorzubereiten auf eine Herrlichkeit, die so immens ist, dass sie jedem Vergleich spottet.

Philipper 3,13-14

„Brüder, ich denke nicht von mir selbst, dass ich es ergriffen habe. Eines aber tue ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was vorn ist, und jage auf das Ziel zu, hin zu dem Siegespreis der Berufung Gottes nach oben in Christus Jesus.“

Reflektion: Paulus bietet hier eine kraftvolle kognitive Strategie für Ausdauer: eine fokussierte, absichtliche Amnesie gegenüber vergangenen Fehlern und eine zielstrebige Konzentration auf das zukünftige Ziel. „Vergessen, was dahinten ist“ befreit das Herz von der Last des Bedauerns und der Scham. „Ausstrecken nach dem, was vorn ist“ ist die Sprache eines Athleten, der alles gibt. Dies ist kein passives Warten, sondern ein aktives, fokussiertes Streben. Die Motivation ist der „Preis“ – die Erfüllung unserer eigentlichen Schöpfung und Berufung in Christus. Es gibt der Seele eine klare, überzeugende Richtung und durchbricht die Ablenkungen und Entmutigungen der Reise.

1. Korinther 15,58

„Darum, meine geliebten Brüder, seid fest, unerschütterlich, nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, da ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist im Herrn.“

Reflektion: Dieser Vers ist ein direktes Gegenmittel gegen das Gefühl der Sinnlosigkeit. So viel von dem, was unseren Willen zum Weitermachen schwächt, ist der Verdacht, dass unsere Bemühungen keine Rolle spielen. Nach einer langen Abhandlung über die Realität der Auferstehung ist dies das Fazit. „Fest, unerschütterlich“ spricht von einer tiefen, inneren Stabilität. Die Verheißung, dass unsere Arbeit „nicht vergeblich ist“, ist der Kernmotivator. Sie versichert dem menschlichen Herzen, das sich nach Sinn und Zweck sehnt, dass jeder Dienst, jeder Kampf für die Gerechtigkeit, jeder stille Moment der Treue in Gottes ewiger Ökonomie aufgezeichnet und geschätzt wird.

2. Thessalonicher 3,13

„Was euch betrifft, Brüder, werdet nicht müde, Gutes zu tun.“

Reflektion: Dies ist eine einfache, direkte und pastorale Ermahnung. Ihre Kraft liegt in ihrer Einfachheit. Sie erkennt an, dass „müde werden“ die natürliche menschliche Reaktion auf die anhaltende Anstrengung ist, in einer zerbrochenen Welt „Gutes zu tun“. Es ist eine sanfte, aber feste Ermutigung, wie ein Trainer, der einem müden Spieler die Hand auf die Schulter legt. Sie normalisiert den Kampf und ruft uns gleichzeitig zu unserer wesentlichen Aufgabe zurück. Sie erinnert uns daran, dass unsere Berufung kein Sprint ist, sondern ein lebenslanger Marathon der Treue, und dass nachlassende Energie eine Herausforderung ist, der mit erneuter Entschlossenheit begegnet werden muss, und kein Signal zum Aufgeben.


Kategorie 4: Die unerschütterliche Hoffnung, die Ausdauer befeuert

Diese Verse verankern uns in den Verheißungen Gottes und bieten die Hoffnung, die als wesentlicher emotionaler Treibstoff für die Reise dient.

Psalm 27,13-14

„Ich glaube, dass ich die Güte des HERRN sehen werde im Land der Lebendigen! Harre auf den HERRN; sei stark, und dein Herz fasse Mut; harre auf den HERRN!“

Reflektion: This is a declaration of faith made in the face of despair. The psalmist asserts his belief that he will see Gottes Güte not just in the afterlife, but here and now, “in the land of the living.” This is a gritty, embodied hope. The repetition of “Wait for the LORD” is not passive; it is a call to an active, expectant trust. It is a command to the self—”let your heart take courage”—to consciously lean into a hope that may feel contrary to the current evidence. It teaches us to speak truth to our own fearful hearts.

Jakobus 1,12

„Selig ist der Mann, der in der Versuchung standhaft bleibt, denn wenn er die Prüfung bestanden hat, wird er die Krone des Lebens empfangen, die Gott denen verheißen hat, die ihn lieben.“

Reflektion: Dieser Vers rahmt Standhaftigkeit nicht als Last ein, sondern als Weg zum Segen. Er spricht von einer zukünftigen Rechtfertigung und Belohnung – der „Krone des Lebens“. Dies ist kein Preis, der durch Verdienst erworben wird, sondern ein Geschenk, das denen versprochen wird, deren Liebe zu Gott sich durch Prüfungen als echt erwiesen hat. Die Verheißung dieser „Krone“ verleiht dem Kampf Sinn und Würde. Sie versichert dem Herzen, dass das Ertragen von Not nicht nur ein charakterbildender Prozess ist, sondern ein liebesausdrückender, der von Gott selbst geehrt und belohnt wird.

Römer 8,25

„Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir mit Geduld darauf.“

Reflektion: Dieser Vers verbindet auf wunderbare Weise Hoffnung mit Geduld oder Ausdauer. Hoffnung ist in diesem Zusammenhang kein Wunschdenken; es ist eine zuversichtliche Erwartung der unsichtbaren Verheißungen Gottes. Diese Art von Hoffnung verändert grundlegend unsere Beziehung zu Zeit und Kampf. Weil wir uns des Objekts unserer Hoffnung sicher sind, können wir das Warten ertragen. Dieser Vers lehrt uns, dass Ausdauer die natürliche Haltung eines Herzens ist, das wirklich von einer zukünftigen Hoffnung gefangen genommen ist. Es ist die emotionale und geistliche Auswirkung unseres Vertrauens in Gottes Verheißungen.

Klagelieder 3,22-23

„Die Güte des Herrn ist's, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß.“

Reflektion: Geschrieben aus einem Ort tiefen nationalen und persönlichen Kummers, ist dies einer der kraftvollsten Wendepunkte in der gesamten Heiligen Schrift. Der Autor hört absichtlich auf, seine Sorgen aufzuzählen, und zwingt seinen Geist, sich an das Wesen Gottes zu erinnern. Die Erkenntnis, dass Gottes Barmherzigkeit „jeden Morgen neu“ ist, bietet einen Reset für die müde Seele. Es bedeutet, dass die Fehler und Sorgen von gestern nicht das letzte Wort haben. Heute bietet eine frische Versorgung mit Gnade. Diese Wahrheit durchbricht den Kreislauf der Verzweiflung und liefert die emotionalen und geistlichen Ressourcen, um einen weiteren Tag zu überstehen.

Römer 8,31

„Was sollen wir nun dazu sagen? Wenn Gott für uns ist, wer kann gegen uns sein?“

Reflektion: Dies ist eine rhetorische Frage, die das Herz mit Mut fluten soll. Sie rahmt unseren gesamten Kampf neu ein. Die Frage geht nicht um die Größe oder Anzahl unserer Hindernisse („wer kann gegen uns sein“), sondern um den Status unseres größten Verbündeten. Wenn der souveräne Schöpfer des Universums auf unserer Seite ist, welche ultimative Macht kann irgendein Gegner wirklich haben? Sie bewegt uns von einer Denkweise der Angst und Berechnung zu einer der tiefen Zuversicht. Es ist eine Wahrheit, die, wenn sie wirklich in die Seele aufgenommen wird, Ausdauer zur einzig logischen Reaktion auf Widrigkeiten macht.

Johannes 16,33

„Das habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“

Reflektion: Jesus bietet eine perfekt ausgewogene und realistische Sicht auf das christliche Leben. Er verspricht keine Abwesenheit von Problemen; tatsächlich garantiert Er sie: „In der Welt habt ihr Bedrängnis.“ Diese Bestätigung ist zutiefst tröstlich, da sie uns versichert, dass unsere Kämpfe kein Zeichen dafür sind, dass etwas schiefgelaufen ist. Aber Er folgt dieser harten Realität sofort mit einer Erklärung des ultimativen Sieges. Der Aufruf, „guten Mutes zu sein“, ist keine Plattitüde; es ist ein Befehl, der auf dem vollbrachten Werk Christi basiert. Unser Friede liegt nicht in einem ruhigen Leben, sondern in der Person eines Erlösers, der die entscheidende Schlacht bereits gewonnen hat.



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