Kategorie 1: Gottes Plan für die Sexualität
Dieser abschnitt konzentriert sich auf die positive grundlage der absicht gottes für sex innerhalb des ehebundes, die den kontext für das verständnis von abweichungen von diesem design bietet.
1. Mose 2:24
„Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und an seiner Frau festhalten, und sie werden ein Fleisch werden.“
Reflexion: Dies ist der grundlegende Vers für die menschliche Sexualität und Beziehung. Der Begriff „ein Fleisch“ ist zutiefst ganzheitlich; Es ist nicht nur eine physische Vereinigung, sondern eine emotionale, spirituelle und psychologische Verflechtung zweier Leben. Es spricht für den Wunsch nach völliger Vereinigung und sicherer Bindung, einem Ort, an dem zwei Menschen vollständig bekannt und vollständig akzeptiert sind. Im Gegensatz dazu bietet die Unmoral eine gefälschte Version dieser Vereinigung, indem sie die physische Handlung unter Umgehung der Bündnisverpflichtung vornimmt, was unweigerlich zu einem Gefühl der Fragmentierung und nicht der Ganzheit führt.
Hebräer 13:4
„Lasst die Ehe in Ehren gehalten werden unter allen, und lasst das Ehebett unbefleckt sein, denn Gott wird die sexuell unmoralischen und ehebrecherischen beurteilen.“
Reflexion: Die anklage, das ehebett „unbefleckt“ zu halten, spricht für ein tiefes bedürfnis nach einem heiligen, sicheren raum in einer beziehung. Dies ist der psychologische Container, in dem tiefe Verletzlichkeit und Vertrauen gedeihen können. Wenn dieser Raum geehrt wird, baut er eine unerschütterliche Bindung auf. Wenn es durch untreue befleckt oder durch voreheliche begegnungen verletzt wird, die seine intimität ohne seine sicherheit nachahmen, erzeugt es tiefe wunden des verrats und des anhaftungstraumas. Der Vers erinnert uns daran, dass der Schutz dieser Heiligkeit nicht nur eine soziale Konvention ist, sondern integraler Bestandteil unserer emotionalen und spirituellen Gesundheit.
1. Korinther 7:2
„Aber wegen der Versuchung zur sexuellen Unmoral sollte jeder Mann seine eigene Frau und jede Frau ihren eigenen Ehemann haben.“
Reflexion: Dieser Vers ist zwar äußerst praktisch, erkennt aber die kraftvolle Natur des menschlichen Sexualtriebs an. Es verurteilt nicht den Antrieb selbst, sondern erkennt sein Missbrauchspotenzial an, wenn es nicht innerhalb einer engagierten, bundesrechtlichen Struktur kanalisiert wird. Aus psychotheologischer Sicht ist dies Gott, der einen gnädigen Rahmen für die Ehe bietet, damit unsere mächtigen Wünsche auf eine Weise ausgedrückt werden können, die zu Bindung, Stabilität und gegenseitigem Gedeihen führt, anstatt zu Angst, Scham und Beziehungschaos, die so oft mit unkastrierter Leidenschaft einhergehen.
Sprüche 5:18-19
„Deine Quelle sei gesegnet und freue dich an der Frau deiner Jugend, einem lieblichen Reh, einem anmutigen Reh. Lassen Sie ihre Brüste füllen Sie zu allen Zeiten mit Freude; immer in ihrer Liebe berauscht sein.“
Reflexion: Diese schöne, poetische Sprache zeigt, dass Gottes Gestaltung nicht von sterilem Verbot, sondern von leidenschaftlicher, exklusiver Freude geprägt ist. Der Ruf, von der Liebe Ihres Ehepartners „berauscht“ zu sein, spricht für eine allumfassende, freudige und verbindende Erfahrung. Dies ist die göttliche Alternative zu den flüchtigen und oberflächlichen Verheißungen der Lust. Es nährt eine sichere Bindung, in der Verlangen und Sicherheit koexistieren, und schafft einen starken emotionalen Anker, der vor der Versuchung schützt, an anderer Stelle Validierung oder Aufregung zu suchen.
Kategorie 2: Das Kommando zu fliehen und sich zu enthalten
Dieser abschnitt enthält direkte befehle, um sich aktiv zu vermeiden und sich von sexuell unmoralischem verhalten zu trennen.
1. Korinther 6:18
„Flucht vor sexueller Unmoral. Alle anderen Sünden, die eine Person begeht, liegen außerhalb des Körpers, aber wer sexuell sündigt, sündigt an seinem eigenen Körper.“
Reflexion: Der Befehl zu „fliehen“ spricht für die daraus resultierende viszerale, unmittelbare Gefahr. Es gibt eine zutiefst persönliche Verletzung der sexuellen Sünde, die anders ist als andere. Es ist ein Verrat nicht nur an einer Regel, sondern an unserem eigenen integrierten Selbst. Es verbindet unseren Geist, Geist und Körper in einer gefälschten Vereinigung, die uns das Gefühl gibt, fragmentiert und von unserer wahren Identität entfremdet zu sein. Dieser Akt ist eine tiefe Gewalt gegen das Selbst und erschüttert die Kohärenz dessen, zu dem wir geschaffen wurden, um in Körper und Seele zu sein.
1. Thessalonicher 4:3-5
„Denn dies ist der Wille Gottes, eure Heiligung: dass du auf sexuelle Unmoral verzichtest; dass jeder von euch weiß, wie er seinen eigenen Körper in Heiligkeit und Ehre kontrollieren kann, nicht in der Leidenschaft der Lust wie die Heiden, die Gott nicht kennen.“
Reflexion: Diese Passage verbindet die sexuelle Reinheit direkt mit dem Willen Gottes und unserer „Heiligung“ – dem Prozess, ganz und heilig zu werden. Die Fähigkeit, „seinen eigenen Körper zu kontrollieren“, ist ein Zeichen emotionaler und spiritueller Reife. Es ist der Unterschied zwischen impulsiven, rohen Wünschen („Leidenschaft der Lust“) und dem Leben mit einem integrierten Selbst, bei dem unser Handeln mit unseren tiefsten Werten („Heiligkeit und Ehre“) in Einklang steht. Dies ist ein Aufruf zur Selbstregulierung, nicht aus Angst, sondern aus dem Wunsch nach der Würde, die aus der Selbstbeherrschung kommt.
Kolosser 3:5
„Tötet nun, was in euch irdisch ist: sexuelle Unmoral, Unreinheit, Leidenschaft, böses Verlangen und Habsucht, was Götzendienst ist.“
Reflexion: Die Sprache „totgeschlagen“ ist krass und veranschaulicht den erforderlichen internen Kampf. Dieser Vers zeichnet den Übergang von einem inneren Zustand („böses Verlangen“, „Leidenschaft“) zu einem äußeren Akt („sexuelle Unmoral“) nach. Die tiefste Erkenntnis hier ist, diese mit Götzendienst gleichzusetzen. Wenn wir nach illegaler sexueller Befriedigung streben, verehren wir im Wesentlichen ein geschaffenes Gefühl oder eine Erfahrung und erheben es über Gott und das Wohlergehen anderer. Wir suchen von ihm ein Lebensgefühl, eine Bestätigung oder Transzendenz, die nur der Schöpfer wirklich bieten kann.
2. Timotheus 2:22
„So entfliehen Sie jugendlichen Leidenschaften und verfolgen Sie Gerechtigkeit, Glauben, Liebe und Frieden, zusammen mit denen, die den Herrn aus reinem Herzen anrufen.“
Reflexion: Dieser Vers bietet eine vollständige Strategie: Es reicht nicht aus, einfach vor negativen Leidenschaften zu „fliehen“. Wir müssen im Rahmen einer gesunden Gemeinschaft aktiv positive Tugenden „verfolgen“. Dies spricht für die psychologische Realität, dass wir nicht einfach ein Vakuum schaffen können; Wir müssen eine destruktive Gewohnheit durch eine konstruktive ersetzen. Die Einsamkeit und Isolation, die oft lustvolle Wünsche wecken, bekämpft man am besten, indem man Gerechtigkeit, Liebe und Frieden in einer unterstützenden Gemeinschaft anstrebt („diejenigen, die den Herrn aus reinem Herzen anrufen“).
Kategorie 3: Die innere Schlacht von Herz und Verstand
Dieser abschnitt untersucht, wie sexuelle sünde nicht mit dem körper beginnt, sondern mit dem herzen, dem geist und den wünschen.
Matthäus 5:27-28
„Sie haben gehört, dass gesagt wurde: ‚Du sollst keinen Ehebruch begehen.‘ Aber ich sage Ihnen, dass jeder, der eine Frau lustvoll ansieht, bereits Ehebruch mit ihr in seinem Herzen begangen hat.“
Reflexion: Jesus erhebt das Gespräch vom bloßen Verhalten zur Landschaft des menschlichen Herzens. Er offenbart, dass der Akt des Ehebruchs auf dem Boden des lüsternen Verlangens geboren wird. Lust zu unterhalten bedeutet, den Akt im Theater unserer Vorstellungskraft auszuführen, der eine andere Person grundlegend entmenschlicht und sie zu einem Objekt für unsere eigene Befriedigung reduziert. Diese innere Verletzung korrodiert unsere Fähigkeit zu echter Liebe und Verbindung und beweist, dass wahre Reinheit eine Frage unserer tiefsten Absichten ist und was wir in unseren Köpfen schätzen.
Markus 7,21-23
„Denn von innen, aus dem Herzen des Menschen kommen böse Gedanken, sexuelle Unmoral, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Begehren, Bosheit, Betrug, Sinnlichkeit, Neid, Verleumdung, Stolz, Torheit. All diese bösen Dinge kommen von innen und verunreinigen einen Menschen.“
Reflexion: Hier bekräftigt Jesus, dass unsere äußeren Handlungen Symptome unseres inneren Zustands sind. Sexuelle unmoral wird unter anderen tiefsitzenden emotionalen und moralischen fehlern wie stolz und neid aufgeführt. Es ist kein isoliertes Verhaltensproblem, sondern fließt aus einem ungeordneten Herzen. Das Wort „defile“ deutet auf einen Prozess hin, bei dem von innen nach außen befleckt oder korrumpiert wird. Dies fordert uns heraus, über Verhaltensänderungen hinauszugehen und auf eine tiefe, transformative Heilung unserer Kernwünsche und -motivationen hinzuarbeiten.
1. Petrus 2:11
„Geliebte, ich fordere euch als Reisende und Verbannte auf, euch der Leidenschaften des Fleisches zu enthalten, die Krieg gegen eure Seele führen.“
Reflexion: Die Bilder von „Krieg gegen deine Seele“ sind sehr genau. Die Beschäftigung mit diesen Leidenschaften führt zu einem tiefgreifenden inneren Konflikt – einem Krieg zwischen unseren höheren Werten und unseren Grundimpulsen, zwischen unserer Identität in Christus und der Anziehungskraft des Fleisches. Diese innere Kriegsführung erschöpft unsere spirituelle Energie, erzeugt Angst und Scham und schädigt unsere „Seele“, die als der integrierte Kern unseres Seins verstanden werden kann – unser Geist, unser Wille und unsere Emotionen. Bei der Reinheit geht es also nicht nur darum, Sünde zu vermeiden, sondern auch darum, inneren Frieden und Integrität zu verfolgen.
Jakobus 1:14-15
„Jeder Mensch wird jedoch versucht, wenn er von seinem eigenen Verlangen gelockt und verlockt wird. Dann bringt das Begehren, wenn es empfangen wurde, die Sünde zur Welt, und die Sünde, wenn sie ausgewachsen ist, bringt den Tod hervor.“
Reflexion: Dies bietet eine perfekte psychologische Anatomie der Versuchung. Es beginnt mit unserem eigenen „Wunsch“, der uns „lockt und lockt“. Die Sprache der Begriffe „gefasst“ und „Geburt“ ist bezeichnend. Ein Gedanke wird unterhalten, gepflegt und schließlich befolgt. Es zeigt, dass Sünde kein plötzliches Ereignis ist, sondern ein Prozess. Dieses Verständnis befähigt uns, frühzeitig einzugreifen, den Wunsch zu erkennen und zu verhungern, bevor er „konzipiert“ und zu einer destruktiven Handlung heranwächst, die zu geistigem und emotionalem „Tod“ führt – einer Entfremdung von Gott und von unserem wahren Selbst.
Kategorie 4: Der Körper als heiliger Tempel
In diesem Abschnitt wird die tiefe theologische Wahrheit hervorgehoben, dass der Leib eines Gläubigen für Gottes Zwecke geweiht ist.
1. Korinther 6:19-20
Oder wißt ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes in euch ist, den ihr von Gott habt? Du bist nicht dein eigener, denn du wurdest mit einem Preis gekauft. Verherrliche Gott in deinem Körper.“
Reflexion: Dies ist eines der mächtigsten Korrektive für eine Ansicht, die Körper von Geist trennt. Der Körper ist kein Wegwerffahrzeug für die Seele; Es ist das Heiligtum, in dem der Geist Gottes wohnt. Dies stellt die sexuelle Reinheit von einer Liste von Regeln zu einem Akt der Ehrfurcht um. Sexuelle Unmoral bedeutet, einen heiligen Raum zu entweihen, den heiligen Tempel als gemeinsamen Marktplatz zu behandeln. Die Erkenntnis, dass wir „nicht unsere eigenen“ sind, kann tiefe Freiheit von der Last bringen, unseren Körper zu benutzen, um unseren Wert zu beweisen oder nach Bestätigung zu suchen, und sie stattdessen als Instrumente zur Verherrlichung Gottes sehen.
Römer 1:24
„Darum hat Gott sie in den Begierden ihrer Herzen hingegeben zur Unreinheit, zur Entehrung ihrer Leiber untereinander.“
Reflexion: Der Ausdruck „Entehrung ihres Körpers“ ist zutiefst ergreifend. Es deutet darauf hin, dass Sünde nicht nur ein Vergehen gegen Gott ist, sondern eine Verletzung unserer eigenen inhärenten Würde. Wenn wir unseren Körper benutzen oder zulassen, dass er auf eine Weise benutzt wird, die seinem geschaffenen Zweck widerspricht, erleben wir ein tiefes Gefühl von Scham und Selbstzerstörung. Es gibt eine intrinsische Ehre in unserer verkörperten Existenz, und die sexuelle Sünde entfernt dies und hinterlässt das Gefühl, abgewertet und benutzt zu werden, was eine tiefe emotionale und spirituelle Wunde ist.
Römer 6:12-13
„Lasst also die Sünde nicht in eurem sterblichen Leib herrschen, damit ihr seinen Leidenschaften gehorcht. Stellt eure Glieder nicht der Sünde als Werkzeuge der Ungerechtigkeit dar, sondern stellt euch Gott ... und eure Glieder Gott als Werkzeuge der Gerechtigkeit dar.“
Reflexion: Dieser Vers verwendet die Sprache der Souveränität und des Handelns. Die Frage ist, wer oder was „herrscht“ in Ihrem Körper – Sünde oder Gott? Wir sind aufgerufen, Wirkstoffe zu sein und unseren Körper – unsere Hände, unsere Augen, unser gesamtes Wesen – als „Instrumente“ für immer zu „präsentieren“. Dies ist ein Aufruf zur verkörperten Anbetung. Es fordert die passive Denkweise heraus, dass wir hilflose Opfer unserer Wünsche sind. Stattdessen ermächtigt es uns mit der Verantwortung und der Würde, von Moment zu Moment zu wählen, unser physisches Selbst für Verbindung, Ehre und Heiligkeit zu nutzen, anstatt für egoistische Befriedigung.
1. Korinther 6:13
„Nahrung ist für den Magen und der Magen für die Nahrung“ – und Gott wird sowohl das eine als auch das andere zerstören. Der Körper ist nicht für sexuelle Unmoral bestimmt, sondern für den Herrn und der Herr für den Körper.“
Reflexion: Paulus steht vor einer gemeinsamen psychologischen Rechtfertigung: Dass befriedigende sexuelle Triebe so moralisch neutral sind wie Essen. Er widerlegt dies nachdrücklich, indem er feststellt, dass der letztendliche Zweck des Körpers nicht die bloße Appetitbefriedigung ist, sondern eine tiefe, gegenseitige Zugehörigkeit zu Gott („für den Herrn und den Herrn für den Körper“). Diese wechselseitige Beziehung verleiht unserem Körper ewige Bedeutung. Im Gegensatz zu Nahrung, die vorübergehend ist, haben sexuelle Handlungen eine spirituelle und relationale Beständigkeit, die uns an eine andere Person bindet und unsere Vereinigung mit Christus beeinflusst.
Kategorie 5: Liste der Sünden und ihre Folgen
In diesem Abschnitt werden Verse aufgeführt, in denen sexuelle Unmoral neben anderen schweren Sünden aufgeführt ist, wobei die Unvereinbarkeit mit dem Königreich Gottes und seine zerstörerischen Folgen hervorgehoben werden.
Galater 5:19-21
„Nun sind die Werke des Fleisches offensichtlich: Sexuelle Unmoral, Unreinheit, Sinnlichkeit, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Wutanfälle, Rivalitäten, Meinungsverschiedenheiten, Spaltungen, Neid, Trunkenheit, Orgien und dergleichen. Ich warne Sie, wie ich Sie zuvor gewarnt habe, dass diejenigen, die solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden.“
Reflexion: Sexuelle unmoral in diese liste zu setzen, ist lehrreich. Sie ist umgeben von relationalen Sünden (Streit, Eifersucht), spirituellen Sünden (Götzendienst) und Sünden der Selbstbeherrschung (Trunkenheit). Dies zeigt, dass sexuelle Sünde kein eigenständiges Problem ist, sondern Teil eines größeren Musters des „fleischlichen“ Lebens ist, das das Selbst auflöst und die Gemeinschaft zerstört. Die starke Warnung, das Königreich nicht zu erben, spricht für die tiefe Unvereinbarkeit zwischen diesen Verhaltensmustern und einem auf Gott ausgerichteten Leben. Es schafft einen Charakter, der der neuen Schöpfung grundsätzlich entgegengesetzt ist.
Epheser 5:3
„Aber sexuelle Unmoral und alle Unreinheit oder Habsucht dürfen nicht einmal unter euch genannt werden, wie es bei Heiligen richtig ist.“
Reflexion: Dies setzt einen unglaublich hohen Standard an emotionaler und relationaler Hygiene für eine Gemeinschaft. Der Gedanke, dass diese Dinge „nicht einmal genannt werden dürfen“, deutet auf eine Kultur hin, die so sehr der Heiligkeit und dem gegenseitigen Respekt verpflichtet ist, dass solche Verhaltensweisen undenkbar sind. Es spricht für die Schaffung einer sicheren Gemeinschaft, in der Menschen nicht objektiviert oder benutzt werden, in der Beziehungen durch Vertrauen gekennzeichnet sind und in der die Atmosphäre selbst Reinheit fördert. Von solchen Dingen auch nur leicht oder humorvoll zu sprechen, kann das emotionale Umfeld der Gruppe verschmutzen.
Epheser 5:5
„Denn ihr könnt euch dessen sicher sein, dass jeder, der sexuell unmoralisch oder unrein oder begehrenswert (d. h. ein Götzendiener) ist, kein Erbe im Reich Christi und Gottes hat.“
Reflexion: Dieser Vers wiederholt die feierliche Realität der Konsequenzen. Der Zusammenhang zwischen Begehrlichkeit und Götzendienst wird erneut deutlich gemacht und bekräftigt, dass die Wurzel vieler sexueller Sünde ein ungeordneter Wunsch ist – etwas oder jemanden zu wollen, der nicht rechtmäßig unser ist. Dieses götzendienerische Verlangen führt uns auf einen Weg, dessen Ziel außerhalb des „Reiches Christi“ liegt. Es ist keine rachsüchtige Bestrafung, sondern das natürliche Ergebnis eines Lebens, das sich von seiner wahren Quelle des Lebens und der Liebe entfernt.
Offenbarung 21:8
„Aber was die Feiglinge, die Ungläubigen, die Abscheulichen, was die Mörder, die sexuell Unmoralischen, die Zauberer, die Götzendiener und alle Lügner betrifft, so wird ihr Teil in dem See sein, der mit Feuer und Schwefel brennt, was der zweite Tod ist.“
Reflexion: Ein ernüchternder und krasser Vers, der unbußfertige sexuelle Unmoral in die Gesellschaft der schwersten Vergehen gegen Gott und die Menschheit stellt. Aus psychologischer Sicht führt ein Lebensstil, der durch solche Verhaltensweisen gekennzeichnet ist, zu dem, was als „Seelentod“ bezeichnet werden könnte – einer vollständigen Desensibilisierung gegenüber Güte, Wahrheit und Liebe. Der hier beschriebene „zweite Tod“ ist die endgültige, ewige Vollendung dieser selbstgewählten Entfremdung von Gott, der das Leben selbst ist. Es ist das tragische Ende eines Weges, der von der Beziehung weg und in den Abgrund einer selbstverschlossenen Existenz gegangen ist.
Kategorie 6: Der Ausweg: Reue und Erlösung
Dieser letzte Abschnitt bietet Hoffnung und zeigt, dass, während der Standard hoch ist und die Folgen schwerwiegend sind, es einen Weg zur Heilung und Wiederherstellung in Christus gibt.
1. Korinther 6,9-11
Oder wißt ihr nicht, daß die Ungerechten das Reich Gottes nicht erben werden? Lassen Sie sich nicht täuschen: Weder die Unzüchtigen, noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Männer, die Homosexualität praktizieren, noch Diebe, noch die Habgierigen, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Betrüger werden das Reich Gottes erben. Und das waren einige von euch. Aber ihr wurdet gewaschen, ihr wurdet geheiligt, ihr wurdet gerechtfertigt im Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes.“
Reflexion: Dies ist eine der hoffnungsvollsten Passagen in der ganzen Schrift zu diesem Thema. Nach einer unerschütterlichen Liste disqualifizierender Verhaltensweisen bietet es die transformierenden Wörter: „Und solche wurden einige von euch.“ Die Vergangenheitsform ist alles. Er erklärt, dass die Identität einer Person nicht durch ihre vergangenen Kämpfe oder Sünden definiert wird. Durch Christus findet eine tiefe Wiederidentifikation statt. „Washed“, „sanctified“, „justified“ – das sind Begriffe der totalen Säuberung und des neuen Status, die radikale Hoffnung für jeden bieten, der sich gefangen und von sexueller Zerbrochenheit in der Vergangenheit definiert fühlt.
Römer 13:13-14
„Lasst uns richtig gehen wie tagsüber, nicht in Orgien und Trunkenheit, nicht in sexueller Unmoral und Sinnlichkeit, nicht in Streit und Eifersucht. Aber ziehe den Herrn Jesus Christus an und sorge nicht für das Fleisch, um seine Wünsche zu befriedigen.“
Reflexion: Dies bietet eine schöne und praktische Metapher für Veränderung: „den Herrn Jesus Christus anziehen“. Es ist, als würde man sich in eine neue Identität, einen neuen Charakter, eine neue Art des Seins kleiden. Veränderung geschieht nicht nur, indem man ein Verhalten stoppt, sondern indem man eine ganz neue Orientierung annimmt. Der Befehl, „keine Vorkehrungen für das Fleisch zu treffen“, ist ein Aufruf zum klugen und vorsätzlichen Leben – proaktiv die Auslöser und Möglichkeiten zu beseitigen, die unsere destruktiven Wünsche nähren. Es handelt sich um eine Strategie für Freiheit, die sowohl eine spirituelle Transformation als auch praktische, psychologische Weisheit beinhaltet.
2. Mose 20:14
„Du sollst keinen Ehebruch begehen.“
Reflexion: Obwohl es einfach und direkt ist, ist dieses Gebot in seinem Kern zutiefst relational. Es ist ein Grenzmarker, der eingerichtet wurde, um die intimsten menschlichen Bündnisse zu schützen. Es zu brechen bedeutet nicht nur eine Regel zu brechen; Es zerstört das Vertrauen, fügt eine tiefe Bindungswunde zu und destabilisiert Familien und Gemeinschaften. Seine Platzierung in den Zehn Geboten neben Verboten von Mord und Diebstahl zeigt, wie ernst Gott die Integrität des Bundesbandes nimmt. Es ist eine Leitplanke für das Herz und für die Gesellschaft.
Sprüche 6:32
„Wer Ehebruch begeht, hat keinen Sinn; Wer es tut, zerstört sich selbst.“
Reflexion: Die alttestamentliche Weisheitsliteratur fängt die psychologische Wahrheit der Sünde mit durchdringender Klarheit ein. Ehebruch ist nicht nur falsch; Es handelt sich um einen Akt der tiefgreifenden Selbstzerstörung („Wer es tut, zerstört sich selbst“). Es zersplittert die Integrität, führt Täuschung in den Kern des eigenen Lebens ein und korrodiert die Selbstachtung. Die Aussage, dass der Person „der Sinn fehlt“, weist auf die kognitive Dissonanz hin, die erforderlich ist, um einen Bund für einen flüchtigen Moment des Vergnügens zu verraten. Es ist eine spirituelle und psychologische Selbstsabotage, ein Abbrennen des eigenen Hauses.
